|
Schwerpunkt unserer Arbeit ist die moderne Verhaltenstherapie:
Außer dem Verhalten sind auch die Gedanken, die
Gefühle, der Körper und die soziale Einbettung (z.B.
Familie, Freunde, Arbeitssituation) des Menschen in der
Therapie wichtig. Wir gehen davon aus, dass alle Menschen von
sich aus enorme Möglichkeiten haben, sich selbst zu
verändern und neuen Situationen anzupassen. Deshalb sehen
wir den Patienten als Menschen an, der sein Leben und sich
selbst gestalten und verändern kann. Wir sind als Menschen
durch soziale und kulturelle Erfahrungen geprägt und
entwickeln uns lebenslang weiter.
Die Verhaltenstherapie gilt heute als das am besten untersuchte
Therapieverfahren. Sie hat in zahlreichen Studien ihre
Wirksamkeit und Nützlichkeit bewiesen. Zu den
verschiedensten Problemen und Störungen wurden
verhaltenstherapeutische Methoden entwickelt und in ihrer
Wirksamkeit überprüft. Dies ist uns wichtig: Das, was
wir in der Therapie tun, muss seinen Nutzen wissenschaftlich
bewiesen haben.
Die Beziehung zwischen Patient und Therapeut ist letztlich der
wichtigste Faktor für das Gelingen einer Therapie. Diese
Beziehung sollte möglichst vertrauensvoll, respektvoll und
unterstützend sein. Nur auf dieser Grundlage wenden wir
einzelne Therapieelemente an: Der Patient hat immer letztlich
die Entscheidung, was ihm für sein Leben und seine
Situation als passend erscheint. Wir bemühen uns ihm
dafür eine respektvolle und professionelle
Unterstützung zu bieten.
Wir bemühen uns, offen zu sein und verständlich zu
machen, worum es uns geht. Es ist also nicht so, dass jede
Äußerung von Ihnen interpretiert wird und sich der
Therapeut im "Hinterstübchen ganz viel denkt". Diese
Transparenz (d.h. Sie wissen, "woran Sie sind") ist typisch
für die Verhaltenstherapie, die wir anbieten.
Verhaltenstherapie orientiert sich daran, Lösungen
für die aktuellen Probleme zu erarbeiten. Die
Vergangenheit und Kindheit können dazu ein
Verständnis bieten, stehen aber nicht unter allen
Umständen Mittelpunkt der Therapie.
Die Verhaltenstherapie umfasst ein breites Spektrum an
Behandlungsmöglichkeiten. Es geht nicht nur um Verhalten,
wie man vielleicht vom Begriff "Verhaltenstherapie" her denken
sollte, sondern auch Gefühle und Gedanken. Neben dem
Training von Verhalten gibt es inzwischen aber viele andere
Elemente. So gehören die emotionale Bewältigung und
emotionaler Ausdruck genauso dazu wie die Klärung von
persönlichen Grundsätzen, Zielen und Lebenssinn. Der
Körper kann in die Therapie einbezogen werden, z.B.
über Entspannungsmethoden oder zur Wahrnehmung von
Gefühlen.
Nachdem wir jemanden ausführlich in den
Erstgesprächen kennen gelernt haben, stellen wir die
verhaltenstherapeutischen Behandlungselemente zu einem
Behandlungsplan zusammen, der auf den einzelnen Menschen
abgestimmt ist. Neben den Problemen und Symptomen
berücksichtigen wir Stärken, unterstützende
Faktoren und andere Ressourcen (Quellen von Kraft und
Gesundheit) bei einem Patienten. Niemand ist für uns nur
ein "Problem" oder ist "gestört", denn jeder hat
Fähigkeiten, gute Seiten, Erfahrungen und Kenntnisse.
Jeder trägt die Möglichkeit zum günstigen Umgang
mit seinen Problemen in sich.
Die Verhaltenstherapie verlangt vom Patienten Engagement und
eigene Beteiligung. So werden oft Dinge in den Sitzungen
besprochen, die im Alltag erprobt oder beobachtet werden
sollen. Nach aller Erfahrung gelingen Veränderungen sehr
viel häufiger, wenn diese therapeutischen "Hausaufgaben"
in die Therapie einbezogen werden.
Wir sind offen für neue wissenschaftliche Forschungen,
Erkenntnisse und für andere Therapiemethoden. Wir tauschen
uns mit Kollegen aus und bilden uns kontinuierlich weiter, um
uns persönlich in unserer Arbeit weiter zu entwickeln. So
wollen wir der Vielfalt und Individualität unserer
Patienten im Rahmen unserer persönlichen Grenzen (die
haben wir auch!) gerecht werden.
|